Ein freiwilliges soziales Jahr bei den Pfadfindern geleistet

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Ein freiwilliges soziales Jahr bei den Pfadfindern geleistet

Wie würde die Jugendarbeit bei einem Landesverband der Pfadfinder aussehen? Diese Frage stellte sich Anika Voigt aus Westhofen vor über einem Jahr, als sie sich beim diakonischen Jahr der evangelischen Kirche von Westfalen beworben hatte. Sie bekam die Stelle beim VCP Landesbüro in Dortmund-Hohensyburg und begann am 1.8.2014.
Der VCP ist als Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Mitglied in der Evangelischen Kirche. Der Jugendverband beteiligt sich jährlich an den Aussende-Feiern des Friedenslichts und stellt die größte Helferschaft bei jedem evangelischen Kirchentag. In Dortmund gibt es drei Ortsgruppen, sowie ein Selbstversorgerhaus, die Burg Husen in Hohensyburg. Die Burg wird nicht nur von den Pfadfindern selbst genutzt, sondern auch von vielen anderen Gruppen für ein Wochenende oder länger gemietet. Der VCP verwaltet das Gebäude und hält es in Schuss.
„Meine Aufgaben waren vielfältig, sehr interessant und spannend“, resümiert Anika ihr Jahr beim VCP. „Ich habe viel über das Pfadfinden, aber auch über mich selbst gelernt.“ Im Landesbüro lernte Anika Geschäfts-Emails zu verfassen oder mit fremden Personen zu telefonieren und Termine zu vereinbaren. Neben ihrer Bürotätigkeit verbrachte sie sehr viel Zeit mit Pfadfindern aus dem Verband. Sie bereitete Gruppenstunden-Ideen auf oder gestaltete im Team zwei jeweils einwöchige Schulungskurse mit. Die Schulungen fanden in der Burg Husen und  im zweiten Haus der Pfadfinder, im Haus am Lohagen, in Wiblingwerde statt.
Durch die Netzwerkarbeit und Landestreffen gewann Anika Einblick in die vielfältigen Angebote der VCP-Ortsgruppen. So fuhr sie dieses Jahr Pfingsten als Helferin beim Zeltlager des VCP Iserlohn mit. Ganz nebenbei lernte sie, Jurten aufzubauen, Lagerfeuer zu machen und über offenem Feuer zu kochen. „Neben all den praktischen Dingen hat mich der herzliche, respektvolle und offene Umgang der Pfadfinder untereinander und aber auch gegenüber Fremden sehr beeindruckt“, so Anika. Ihre ersönlichen Highlights waren die Singe-Abende mit Gitarre im Kreis vieler Pfadfinder beim Kirchentag oder abends in geselliger Runde bei den Landestreffen.
Sollte sie selbst einmal Kinder haben, würde Anika ihnen das Pfadfinden empfehlen:“Man ist immer in der Natur, erfährt dabei viel Neues, lernt sich selbst besser kennen und wird selbstständiger. Die Gemeinschaft fördert einen positiven Umgang in der Gruppe und anderen gegenüber.“
Das freiwillige soziale Jahr hat Anika in ihrem Beschluss bestärkt, sich für ein Studium der Sozialen Arbeit zu bewerben. Ihr Wunsch ist es, später hauptberuflich wieder in der Jugendarbeit tätig zu sein.
Ende August geht das Jahr bei den Pfadfindern für Anika zu Ende. Bis dahin nimmt sie noch ein paar Tage Urlaub und hofft auf die baldige Zusage für einen Studienplatz. Damit es kein Abschied für immer sein muss, erhält Anika vom Verband das Angebot, ein Jahr kostenlos Mitglied im VCP zu sein.

Wir danken der Evangelischen Stiftung Pfadfinden und dem VCP e.V. für die finanzielle Unterstützung unserer FSJ-Stelle.


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